»SAME SAME BUT DIFFERENT

Originaltitel: Same Same But Different
Kino-Release: 21.01.2010
FSK: ab 6 Jahren
Länge: ca. 106 Minuten
Regie: Detlev Buck
Cast:
David Kross: Ben
Apinya Sakuljaroensuk: Sreykeo
Stefan Konarske: Ed
Jens Harzer: Henry
Anne Müller: Claudia
Michael Ostrowski: Alex
Marie Jung: Regula
Lucile Charlemagne: Marie
Wanda Badwal: Lilli
Julia Primus: Vanessa
Constanze Becker: Sibylle
Olli Dittrich: Bens Vater
Gilla Cremer: Bens Mutter
Ok Sokha: Sreykeos Mutter
Em Boun Nat: Sreykeos Vater
Anatole Taubman: Hotelmanager
Charly Hübner: Hajo Schober
Mario Adorf: Herr Behr
Jan Niklas Berg: Chris
Michael Glawogger: Gast beim Galadinner
Daniel Nocke: Herr Müllerhofen
Crew:
Drehbuch: Ruth Thoma, Michael Ostrowski,Detlev Buck
Produktion: Claus Boje
Musik: Konstantin Gropper
Kamera: Jana Marsik
Schnitt: Dirk Grau




Die ersten Bilder zeigen, teils in Zeitlupe, ein Bargirl (Sreykeo) auf dem Weg zur Arbeit. Gleich darauf folgt eine Vorausblende des Internet-Telefonates mit Ben, in dem Sreykeo ihren positiven HIV-Status mitteilt und das sie mit den Worten „see you next life“ (bis zum nächsten Leben) beendet. In einem Voice-over erzählt Ben, dass er nicht an Schicksal gedacht habe, sondern an Spaß, als er nach seinem Abitur Ferien in Kambodscha machte. Nun beginnt die Story.

Ben, ein deutscher Abiturient, ist zusammen mit seinem Freund Ed als Backpacker in Kambodscha unterwegs. Ed nennt das „Kriegstourismus mit Anspruch“: Panzerbüchsen-Schießen, Kokain und Sex. In einer Diskothek in Phnom Penh lernt Ben die junge Einheimische Sreykeo kennen – der Name bedeutet „Frau aus Glas“. Am nächsten Morgen spricht Sreykeo von Geld, und Ben wird klar, dass sie als Prostituierte arbeitet. Durch Sreykeos Entschlossenheit bleiben die beiden jedoch in Kontakt. Statt gemeinsam mit Ed nach Deutschland zurückzufliegen, bleibt Ben sechs weitere Wochen in Phnom Penh, lebt mit Sreykeo, deren spielsüchtiger Mutter und jüngeren Geschwistern in einem heruntergekommenen Wohnblock, bringt sie wegen ihres chronischen Hustens zum Arzt (der erste Arztbesuch ihres Lebens) und kauft ihr einen Ring.

In Hamburg tritt Ben ein dreimonatiges Praktikum in der Zeitungsredaktion an, in der sein Bruder Henry arbeitet. Henry sagt über Sreykeo: „Sie kann sich Liebe doch gar nicht leisten.“ Ben bleibt dennoch mit Sreykeo in Kontakt und sendet ihr Geld für einen weiteren Arztbesuch. Im Redaktionsbüro erhält er ihren Internet-Anruf mit der Mitteilung, dass sie HIV-infiziert sei. Er findet keine Worte.

Ben erweist sich als HIV-negativ. Henry verschafft ihm eine halbe feste Anstellung als Redakteur, und Ben besucht erneut Kambodscha. Gemeinsam mit Sreykeo reist er nach Bangkok und ermöglicht ihr eine Viruslast-Untersuchung. In Phnom Penh versucht er, eine Kombinationstherapie für Sreykeo zu organisieren, was sehr schwierig ist. Die Begegnung mit einem Elefanten mitten in der Stadt ermutigt ihn, und auf unkonventionellem Wege gelangt er ans Ziel. Ben und Sreykeo fahren aufs kambodschanische Land, um Sreykeos Großfamilie zu besuchen. Das Ansinnen von Sreykeos Vater, einen Hausbau zu finanzieren, macht Ben fassungslos. Auf Sreykeos Frage „Will you marry me?“ (Wirst du mich heiraten?) antwortet er: „No, I can’t; I’m too young.“ (Nein, ich kann nicht; ich bin zu jung.)

Um Weihnacht ist Ben erneut zurück in Hamburg. Ed, bei dem eine Freundin auf die andere folgt, listet ihm in Hinblick auf Sreykeo ganz unsentimental die Pros und die überwiegenden Contras auf. Bens Vater dagegen erzählt ihm, wie er Bens Mutter kennengelernt habe, und stellt sich Sreykeo telefonisch mit den Worten „papa is speaking“ (hier spricht Papa) vor. Ben selbst ist verunsichert – er konnte Sreykeo mehrmals nicht erreichen. Sie sagt ihm, sie habe wieder als Bargirl gearbeitet, und er beendet die Beziehung: „I can’t go on with this.“ (Ich kann so nicht weitermachen.) Henry kommentiert: „Trennung – das passiert.“

Die Freundin des verheirateten Henry jedoch betont, dass Ben Sreykeo gegenüber Verantwortung habe. Ben fliegt nach Kuala Lumpur, um erstens eine Reportage über ein neueröffnetes Hotel zu schreiben, zweitens seine eigene Geschichte zu notieren und drittens Sreykeo zu treffen. In einem Showdown wird Sreykeo, die entgegen der Vereinbarung direkt in das Luxushotel kommt, als HIV-positive Prostituierte des Hauses verwiesen. Ben steht zu ihr, indem er behauptet, ihr Verlobter zu sein. Später fragt ihn Sreykeo, was das sei: ein Verlobter.

In Hamburg ist Henry sauer, weil sich das Hotel über Ben beschwert habe. Ben antwortet: „Macht nichts, dann arbeite ich eben in Kambodscha.“ Die letzte Einstellung des Films, zu Beginn des Abspanns, zeigt Sreykeo und Ben in einer buddhistischen Hochzeitszeremonie: Ein Mönch überschüttet die beiden mit Wasser.
(Quelle: wikipedia)

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