»KNALLHART

Originaltitel: Knallhart
Kino-Release: 09.03.2006
FSK: ab 12 Jahren
Länge: ca. 99 Minuten
Regie: Detlev Buck

Cast:
David Kross - Michael Polischka
Jenny Elvers-Elbertzhagen - Miriam Polischka
Jan Henrik Stahlberg - Dr. Peters
Oktay Özdemi - Erol
Erhan Emre - Hamal
Kida Ramadan - Barut
Arnel Taci - Crille
Kai Michael Müller - Matze
Marc Zwinz - Strippe

Stab:
Drehbuch - Zoran Drvenkar, Gregor Tessnow (Vorlage)
Produktion - Claus Boje
Musik - Bert Wrede
Kamera - Kolja Brandt
Schnitt - Dirk Grau






Der fünfzehnjährige Michael Polischka (David Kross) muss mit seiner Mutter Miriam (Jenny Elvers-Elbertzhagen) aus einer Villa im gut situierten Berliner Stadtteil Zehlendorf in den sozial schwachen Bezirk Neukölln ziehen. Dr. Peters, der langjährige Geliebte seiner Mutter, findet sie sexuell nicht mehr attraktiv genug und wirft sie deshalb kurzerhand raus. In Neukölln angekommen wird Polischka von einer Jugend-Gang Schutzgeld abgepresst. Mit seinen neuen Schulfreunden Crille (Arnel Taci) und Matze (Kai Michael Müller) bricht er in einer Zehlendorfer Villa ein, seinem früheren Zuhause, um mit dem Geld die Gang bezahlen zu können. Doch Erol, dem Anführer der Gang, ist das nicht genug. Des öfteren verprügeln er und seine Gang Michael auf brutale Weise. Die Lage spitzt sich immer weiter zu: Denn während Michael sich immer weiter von seiner Mutter, die ständig versucht durch neue Männerbekanntschaften wieder zu Wohlstand zu kommen, entfremdet, steht nun auch noch die Polizei vor der Türe, um den Einbruch bei Klaus Peters zu untersuchen. Von seinem Kumpel Crille, der von seinem Vater geschlagen wird, wird er in die Welt der Neuköllner Kleinkriminalität eingeführt und diversen Hehlern und auch dem Dealer Hamal vorgestellt. Der Film nimmt eine dramatische Wende, als Michael sich gegen Erol wehrt und diesem dabei die Nase bricht. Erol zückt ein Messer um sich zu rächen, doch da taucht Barut, die rechte Hand Hamals, auf und rettet ihn. Da Hamal Michael für vertrauenswürdig befindet und einen Drogenkurier mit einem "ehrlichen Gesicht" braucht, stellt er Michael ein.

Michael findet sich in seiner neuen Rolle als Kurier immer besser zurecht, verliert dabei allerdings seine Freunde Crille und Matze - auch das Verhältnis zu seiner Mutter verschlechtert sich weiter. Eines Nachmittags bekommt er den Auftrag, nicht nur Haschisch auszuliefern, sondern Kokain im Wert von 80.000 Euro. Dabei bekommt er einen schockierenden Einblick in die Welt der Süchtigen. Nach dieser Drogenlieferung wird er auf dem Rückweg von Erols Gang überrascht, der seinen Rucksack mitsamt dem Drogengeld auf das Dach einer gerade abfahrenden S-Bahn wirft. Damit wird Michael für Hamal zum Problem, denn die im Rucksack befindliche Geldbörse in Verbindung mit dem Geld könnte die Polizei auf den Plan rufen.

Alles, was er zur Lösung des Problems zu tun habe, meint Hamal, sei eine „Geste“: Umringt von seinen reichen „Vertragspartnern“ bekommt er nachts an der Stadtgrenze zu Berlin einen Revolver in einer Tüte überreicht, um Erol, der gefesselt am Boden liegt oder alternativ sich selbst zu erschießen. Michael wird von Hamal und Barut stark unter Druck gesetzt und verunsichert (möglicherweise ist die Waffe gar nicht geladen und das alles ist nur ein Test) und erschießt, nachdem er die ganze Nacht lang gezögert hat, Erol.

Anstatt jedoch mit Hamal zu fliehen, bleibt Michael zurück und geht alleine zur Polizei, um ein Geständnis abzuliefern. Am Ende des Films wird er von seiner Mutter auf der Polizeiwache abgeholt.

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